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Kuru ist eine reale und unheilbare Hirnerkrankung, die durch infektiöse Proteine übertragen wird und ausschließlich unter den Stammesmitgliedern der Fore in Papua-Neuguinea vorkommt.

Zwischen 1950 und 1960 brachen verstärkt Kuru-Epidemien unter den Fore in Papua-Neuguinea aus, die ihre  verstorbenen Stammesmitglieder verzehrten und während den rituellen Kannibalismus-Praktiken mit dem Erreger der Krankheit, sogenannter Prionen, in Kontakt kamen. Besonders die Frauen und selten auch die Kinder der Fore waren von einem schnelleren Verlauf der Krankheit betroffen, da sie die Organe, einschließlich dem stärker mit dem Erreger befallenen Hirn, ihrer verstorbenen Stammesmitglieder aßen, während die Männer sich das Muskelfleisch vorbehielten. Die Fore glaubten, durch dieses Ritual und den Verzehr des Fleisches ihrer verstorbenen Angehörigen, deren Lebenskraft in sich aufzunehmen, sie hielten Kuru nicht für ein "irdisches" Leiden, sondern für eine Strafe ihrer Götter.

Der Verzehr von menschlichem Fleisch ist seit 1954 in Papua-Neuguinea verboten.

Durch diese Verbotsmaßnahme konnte die Zahl der Neuerkrankungen unter den Fore sehr stark verringert werden, dennoch bricht die Krankheit, aufgrund der teilweise sehr langen Inkubationszeit, bis heute vereinzelt aus.

Symptome

Kuru kann nicht symptomatisch festgestellt werden, da die Symptome auch auf andere Krankheiten zutreffen können. Jedoch stellen sich mit Ausbruch der Krankheit, deren Inkubationszeit  wenige Monate bis Jahrzehnte betragen kann, bestimmte Beschwerden ein, die eine Kuru-Infektion vermuten lassen. Eine sichere Diagnose wird erst durch eine genauere Untersuchung des Gehirns gestellt.

Mit Kuru infizierte Gehirne weisen im fortgeschrittenen Stadium eine Perforation auf, die an einen Schwamm erinnert. Die Betroffenen leiden plötzlich unter Kopfschmerzen, Schluckbeschweren, Muskelschwund und Sprachstörungen, die sich beispielsweise durch unnatürliches Lachen äußern können, daher wird die Krankheit auch als "Lachkrankheit" bezeichnet.

Im weiteren Verlauf kommt es neben Koordinations-und Bewegungsstörungen auch zu dem charakteristischen Zittern, das der Krankheit in der Sprache der Fore ihren Namen gibt.

(Kuru wird abgeleitet von "Kuriaguria" was "schütteln" bedeutet.)

Kuru ist nicht heilbar, obwohl es möglich ist einige Symptome über einen kurzen Zeitraum mithilfe von Medikamenten zu lindern, verläuft die Krankheit meist 6-12 Monaten nach Auftreten der ersten Symptome tödlich.

Kuru in Dead Island

Die mutierte Form von Kuru wird für den Zombie-Ausbruch auf Banoi verantwortlich gemacht. Die Krankheit entwickelt sich ,anders als die reale Form, vollständig innerhalb weniger Stunden und weist deutlich drastischere Symptome auf.

Dr. West beschreibt Kuru als eine Prionenkrankheit wie Rinderwahn, nur dass dieser Menschen befällt.

Robert West behauptet, dass er fähig sein könnte einen Impfstoff zu entwickeln, für den er allerdings eine stabile Form von Kuru benötigt, die noch nicht mutiert ist, diese vermutet er bei einem Eingeborenenstamm, dessen Lager sich in der Nähe des Labors befinden soll.

Der Doktor hatte sich selbst auf den Weg gemacht, einige Blutproben von den Eingeborenen zu entnehmen, doch sie verweigerten ihm die Durchführung der Blutentnahme.

West erwähnt außerdem, dass die Krankheit unter der eingeborenen Bevölkerung auf Banoi heimisch ist, welche Kannibalismus praktiziert und die Inkubationszeit bis zu zwölf Jahre betragen kann. Viele Eingeborene haben eine Immunität entwickelt, die das Virus zwar über einen noch längeren Zeitraum latent hält, jedoch keinen Ausbruch herbeiführt.

Koritoia Ope, der Häuptling dieses Eingeborenenstammes, glaubt, dass die reanimierten Infizierten als Heilige anzusehen sind. Er zwang seine Stammesmitglieder, das Fleisch der infizierten Toten zu verspeisen, damit ihnen ebenfalls deren "Unsterblichkeit" zu Teil würde.

Die Betroffenen auf Banoi versterben innerhalb weniger Stunden, nachdem sie gebissen wurden und kehren kurze Zeit später, durch das Virus reanimiert, als lebende Tote zurück, die ausschließlich von ihrem Instinkt getrieben werden, nicht-infizierte Überlebende zu suchen und menschliches Fleisch zu essen.

Emily White's Untersuchungen

In Dead Island : Ryder White kann der Spieler  über die sammelbaren Tonbandstücke erfahren, dass Dr. Emily White, Ehefrau von Colonel Ryder White und Chefärztin im Banoi Island Gefängnis Hospital, einen zuvor aus Notwehr erschossenen Infizierten untersuchte und keine Vitalfunktionen mehr an ihm festgestellt hat, dennoch war der Tote "am Leben". Dr. White berichtet außerdem von einem infizierten Lieferanten, der zwei Wachmänner des Gefängnisses gebissen hatte, der Mann war wie von Sinnen, nicht ansprechbar und aggressiv. In der Ryder White-Kampagne fällt außerdem das Wort  "Tetracyclin", ein reales Antibiotikum welches gegen viele bakterielle Infektionen angewandt wird,  das im Spiel den Ausbruch der Infektion im Anfangsstadium verzögern kann, jedoch nicht auf Dauer.

Angelehnt an das reale Kuru-Virus gibt es auch in Dead Island keine Heilung für die Krankheit.

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